Besichtigung Danfoss

Durch einen Kontakt zwischen Sigi und Uwe Hennings hatten wir die Gelegenheit, unsere frühere Wirkungsgstätte, das frühere Motorola-Werk an der Husumer Straße, zu besichtigen. Das Werk gehört jetzt Danfoss, und zwar dem Unternehmensbereich „Silicon Power„. Das Verwaltungsgebäude ist noch an die Deutsche Post vermietet.

Uwe gab uns zunächst eine Einführung zum Werk und den produzierten Produkten.

Präsentation

Produziert werden Leistungsschaltmodule, z.B. für Solar-Großanlagen, Windkraftanlagen und die Autoindustrie. Es werden ausschließlich customized Produkte hergestellt, diese allerdings in sehr großen Stückzahlen. Die Produkte bestehen nur aus wenigen Bauteilen und sind schaltungstechnisch sehr einfach. Die Entwicklungszeit ist trotzdem sehr lang, da die Module sehr zuverlässig sein müssen.
Obwohl nur wenige Bauteile verbaut werden, ist der Fertigungsprozess sehr aufwändig. Gefertigt wird unter Reinraumbedingungen, da direkt Silizium-Substrate verbaut werden und Lötstellen absolut Lunker-frei sein müssen. Für diese  Aufgabenstellung wurde die erste Etage des Werkes aufwändig umgebaut. Es wurde eine Zwischendecke eingezogen, über der die Anlagen für die Luftreinigung und Klimatisierung untergebracht sind.

Derzeit hat Danfoss Silikon Power in Flensburg rund 350 Mitarbeiter, von denen etwa die Hälfte im Fertigungsbereich im 3-Schicht-System arbeiten.

"Locker Gang"

Nach dem Vortrag gab es dann eine Führung durch das Werk. Was zunächst auffiel, war die absolute Sauberkeit und Ordnung. Im Zuge des Umbaus wurden die Wände zwischen den „Locker-Gängen“ und den Fertigungshallen mit großen Fensterelementen versehen, so dass es jetzt auch im Fertigungsbereich Tageslicht gibt. Da Besuchergruppen die Reinräume nicht betreten dürfen, ist nur durch diese Glasflächen eine Besichtigung möglich.

Blick in Fertigung
Blick in Fertigung

Beim Blick in die Fertigungshalle fallen zunächst die niedrige Deckenhöhe und die großen Lüftungsöffnungen für die Klimatisierung auf. Uwe erklärte alles ausführlich, Details von den Maschinen konnten wir allerdings nicht sehen. Die Fertigung beinhaltet zahlreiche aufwändige Reinigungs- und Prüfprozesse.

Halle Erdgeschoss

Die Fertigungshalle im Erdgeschoss ist, bis auf die Fensterdurchbrüche zum Locker-Gang, bisher weitestgehend unverändert und nur in einem kleinen Teilbereich genutzt. Es gibt also noch reichlich Raum für Expansion.
Das frühere Distribution Center wird überwiegend als Lagerbereich verwendet.

Abschließend gab es noch einen kurzen Blick in die Büros, die ebenfalls alle umgebaut und sehr freundlich gestaltet wurden. Der dänischen Mentalität entsprechend, ist alles sehr Mitarbeiterfreundlich ausgelegt. Es gibt z.B. höhenverstellbare Schreibtische und überall kleine Kaffeeecken (auch im Fertigungsbereich) wo die Mitarbeiter sich kostenlos an Kaffeeautomaten bedienen können.
Eine Kantine gibt es allerdings (noch) nicht. Wie man auf dem ersten Foto sieht, ist da eine große weiße Wand, wo einst der Eingang zum Bereich der Essensausgabe war. Man denkt allerdings darüber nach, in diesem Jahr eine Kantine einzurichten.

Insgesamt war es eine sehr interessante Führung und man hat neben Uwe auch einige andere bekannte Motorola-Gesichter gesehen.

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